Re: Die deutschen LAVERDA-Freunde / Stammtische und Clubs verzetteln sich zu stark!!

Geschrieben von Lothar Eßer am 23. August 2005 19:17:21:

Als Antwort auf: Die deutschen LAVERDA-Freunde / Stammtische und Clubs verzetteln sich zu stark!! geschrieben von Urs am 23. August 2005 17:30:36:

>Cari Laverdisti,
>ich habe so das Gefühl, dass sich die LAVERDA-Szene in D zu stark verzettelt!
>Persönlich finde ich die kleinen urigen Treffen zwar auch ganz schön und ich besuche diese auch gerne. So oft es hat geht! ;-)
>Aber eigentlich fände ich es noch besser, wenn sich die D-Szene auf weniger dafür grössere und attraktivere Anlässe einigen könnte. Der Zusammenschluss als LGD (LAVERDA-Gemeinschaft Deutschland) existiert zwar, aber man ist trotzdem noch auf keinen gemeinsamen Nenner gekommen, welcher bei den Leuten auch ankommt.

Hallo Urs,

auf die Gefahr hin, jetzt von allen Seite "beharkt" zu werden, hier meine Gedanken zu dem Thema...:

Ich bin letzte Woche noch wieder quer durch die Schweiz gefahren. Von Norden nach Süden sind das gerade mal 150Km Luftlinie oder so(Deutschland: etwa 900Km Luftlinie), Schweiz von Ost nach West vieleicht 250 Km(Deutschland an der breitesten Stelle (Köln/Dresden) etwa 700Km).

Von der Fläche her ist die Schweiz etwas größer als Bayern - nur eins von 10 Bundesländern (lassen wir die "Stadt-Staaten" mal raus...) der Bundesrepublik Deutschland. Nordrhein-Westphalen hat mit 11 Mio Einwohnern glaube ich mehr Einwohner als die Schweiz - mag mich da aber irren. Deutschland jedenfalls hat insgesamt ca. 90 Mio Einwohner. Wenn wir also 5-6 Regional-Vereine haben, sind wir demnach sogar "schlanker" aufgestellt als Ihr... ;-))

Nächster Punkt: Entfernungen...

Nur ein paar Beispiele: von mir nach Simbach sind es etwa 670Km (Du bist fast am Atlantik von Dir aus...), nach Bad Orb etwa 230Km (da bist Du schon in Frankreich), Rohrdorf 400Km (etwa Deine Entfernung zum Garda-See), Berlin etwa 561Km. Will ich zum nächstgelegenen Treffen kommen, muss ich mehr Kilometer fahren als wenn Du in irgend eine Richtung Dein Land verlassen willst. Kommt da bei Dir irgend eine Idee auf, warum Regional-Treffen Sinn machen könnten...? smile-orange Und ich wohne noch nicht mal geografisch ungünstig im mittleren Westen...

>Wäre es da nicht sinnvoll, wenn möglichst viele Laverdisti sich dafür begeistern würden, Willis grosses Treffen zu unterstützen und da hinzufahren??
>Aus meiner Sicht könnte man so alle die kleinen Meetings von Anfang Juli bis Mitte August für ein Jahr mal sausen lassen und sich etwas grösserem anschliessen!

Willis Treffen werde ich sicher wieder gerne unterstützen, zumal ich ihn sehr schätze aufgrund seines irren Einsatzes, seines großen Invests, seiner tollen Organisation etc. etc. , deswegen muss ich aber nicht unbedingt zwangsläufig ein regionales Treffen auslassen.

Mehrere Vereine, Stichwort Berlin: Wenn sich Leute nicht einigen ist es manchmal besser, man geht getrennte (wenn auch in etwa parallel verlaufende) Wege... ;-)) Manchmal bietet dies die Grundlage dafür, zukünftig weiterhin etwas gemeinsam machen zu können! Und wenn nicht, dann hat jeder von denen imme noch viel Spaß mit seiner Anschauung zum Thema Laverda, Vereine und Treffen. Auch OK aus meiner Sicht.

Zu dem: wenn sich alles auf Willi verlässt und der dann irgendwann nichts mehr machen will oder kann - was ist dann? Dann steht man plötzlich vor dem Nichts und wird dann sicher auch kein Treffen mehr machen... Oder wenn euer Vereinsvorstand geschlossen oder zu größtem Teil geht - was dann? Wer macht dann die Arbeit?

>Es ist leider nun mal Tatsache, dass von LAVERDA nichts mehr kommen wird. Die aktiven Laverdisti werden von Jahr zu Jahr weniger. Da wäre es einfach wichtig, die Kräfte zu bündeln und sich in einem grösseren, weiter gefassten Rahmen zu organisieren! GEMEINSAM STARK!!

Tja - das mit der Solidarisierung ist ein schöner Gedanke, entspricht nur leider nicht der menschlichen Natur - sonst hätte die DDR oder wenigstens die Sowjetunion funktioniert...

Aus meiner Sicht ist - und das kann man durchaus auch auf politischer Ebene bzw. wirtschaftlicher Ebene betrachten) eine Gemeinschaft um so einfacher zu steuern, je kleiner sie ist. Je größer sie wird, desto schwieriger wird es, alle unter einen "Hut" zu bekommen. Vergleich mal die Schweiz mit der BRD, vergleiche die BRD mit Europa... Das gleiche ist mit Vereinen. Beitrag zu zahlen heißt ja nicht, in einem Verein aktiv zu sein (Pompone hat ca. 7.000 zahlende Mitglieder. Zum Treffen werden 700 erwartet...)

Ich habe mal vor ca. 9 Jahren eine Anfrage bei der Zulassungs-Stelle gemacht, wieviel Laverda in Deutschland zugelassen sind. Damals waren es knapp 1.500. Rechne noch die abgemeldeten dazu(schätzungweise noch mal soviele...), die gesamten Zané-Modelle, die damals noch nicht dabei waren ebenfalls und zieh ca. 10% Verschrottung bzw. Verkauf ins Ausland ab. Gehen wir einfach mal von 1.500 weiterhin aus. Gehen wir weiterhin davon aus, dass im Schnitt jeder 1,5 Motorräder besitzt, dann sind es ca. 1.000 Laverdisti in Deutschland. Wieviele gibt es in der Schweiz?

>Hier in der Schweiz haben wir seit längerem nur noch einen LAVERDA-Club. Dies funktioniert sogar mit mehrsprachigen Regionen ganz gut.

Dazu meine Anerkennung und weiterhin viel Glück! Vergiß aber bitte nicht, dass Deutschland deutlich mehr als 3 Sprachen hat: Friesisch, Kölsch, sächsisch, Hessisch, Pfälzisch, Schwäbisch, Fränkisch, Bayrisch und nicht zuletzt Türkisch, Spanisch und Italienisch - um nur die gröbsten Richtungen zu nennen... ähem... ;-)))))

>Beste Grüsse
>Urs

Auch an Dich!! ;-))

mfg


Lothar


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