Re: Elektro-Motorrad mit bis zu 600km Reichweite...
Verfasst: 02.02.2026, 12:23
Gut - das verlinkte Video ist gesponsort, da wird der Youtuber sicher nicht viel negatives anmerken. Dennoch muss ein breiter Reifen nicht automatisch ein schlechtes Handling bedeuten. Die MotoGP-Motorräder fahren mit 200er rum, bei den Zane-Laverdas wollte Stein-Dinse nicht mal 180er haben und ist auf 160er zurück gegangen. Es hängt ja auch viel von der Form des Reifens ab, vom Gewicht der Räder (rotierende, ungefederte Massen usw.), vom Fahrwerk usw. usw. usw. Zudem ist fraglich, ob in der Serie ein 240er dann auch gegeben sein wird. Das waren bisher möglicher Weise Prototypen soweit ich verstanden habe. Schauen wir mal, was dann in Serie geht...
Darum geht es aber auch nicht. Auch nicht darum, ob die 600km realistisch sind. Kein Benziner erreicht im normalen Straßenbetrieb die Reichweiten-Angabe lt. WLTP. Stromer auch nicht. so what? konventionelle Motorräder erreichen - bis auf vielleicht eine Royal Enfield mit Diesel Motor - auch keine 600km Reichweite. Es ging darum, ob - bei angenommenen 200 - 250km Reichweite z.B. - Ladestops von 10 Minuten oder weniger wirklich problematisch sind. Ich kann Dir aus meiner Erfahrung sagen, in 10 Minuten hast Du mit einem konventionellen Bike nicht getankt und bezahlt. Hier schon. Da Du einfach nur absteckst, Zahlung wird automatisch abgebucht. Brauchst keine Handschuhe ausziehen, keinen Helm im Kassenbereich abnehmen, kein Geldbeutel rauskramen, Dich nachher nicht wieder umständlich anziehen usw. usw. Hinfahren, einstecken, in der Zwischenzeit pinkeln oder nen Müsli-Riegel essen, abstöpseln - weiterfahren. Fertig. Kein oder kein relevanter Zeitunterschied zum normalen Tanken.
Es gibt zudem das Motorrad mit 2 unterschiedlichen Akku-Paketen. Die 600km sind theoretisch mit dem großen Paket möglich. Welches die Tester gefahren haben - keine Ahnung. Meine Erfahrung mit E-Fahrzeug (fahre seit 4 1/2 Jahren ein Model Y) sieht so aus:
-Reichweite WLTP 517km, effektiv ca. 450 im Sommer, 400 im Winter (0°, selbst ausprobiert). ABER: Trete ich aufs Strompedal, wirds deutlich weniger, speziell auf der Autobahn
-Lademöglichkeiten sind NULL Problem, es gibt in ganz Europa keine Strecke wie von Dir im ursprünglichen Posting angenommen, wo auf 300km keine Ladesäule ist. Falls doch, bitte nenn mir die Strecke und ich beweise Dir gerne das Gegenteil...
-selbst WENN dem so wäre, kannst Du jedes E-Fahrzeug an jeder normalen Haushaltssteckdose laden. Ja, dauert, geht aber. Zeig mir die Tankstelle in jedem Haushalt...
Diese ganze Diskussion gegen E-Fahrzeuge ist zu 99% Propaganda von Lobbyisten-Vereinigungen (Mineralöl-Industrie, Auto-Industrie usw. usw. ), die in der Realität vollständig widerlegt wurde. Einfach mal "Vorurteile E-Mobilität" googlen und lesen...
Zudem: welches konventionelle Motorrad zeigt Dir auf den einstelligen Prozent-Bereich genau an, welchen Inhalt der Tank hat? Keines. E-Motorräder können das problemlos. Es gibt zig Apps (u.a. ABRP), die je nach Fahrzeug die optimale Strecke mit Ladestops etc. berechnen - alles kein Hexenwerk mehr, selbst wenn es das u.U. eingebaute Navi nicht könnte...
Würde mir wünschen, wir Deutschen würden mehr in Lösungen denken als in Problemen. Aber das ist ein generelles Thema denke ich. Wir sind ja auch der Meinung, dass wir Gas aus Rußland oder Amerika bräuchten, um Strom zu produzieren. Wir sind schließlich auch der Meinung, jedes Jahr zwischen 70 und 80Mrd. für Öl und Gas Einkäufe auszugeben wäre sinnvoller als mal 10 Jahre jeweils ca. 10 Mrd. in unsere vollständige Unabhängigkeit von endlichen Energie-Quellen hin zu autarken, regenerativen Energien. Tja - da sind elektrische Motorräder natürlich auch alles Teufelszeug, verständlich.
Darum geht es aber auch nicht. Auch nicht darum, ob die 600km realistisch sind. Kein Benziner erreicht im normalen Straßenbetrieb die Reichweiten-Angabe lt. WLTP. Stromer auch nicht. so what? konventionelle Motorräder erreichen - bis auf vielleicht eine Royal Enfield mit Diesel Motor - auch keine 600km Reichweite. Es ging darum, ob - bei angenommenen 200 - 250km Reichweite z.B. - Ladestops von 10 Minuten oder weniger wirklich problematisch sind. Ich kann Dir aus meiner Erfahrung sagen, in 10 Minuten hast Du mit einem konventionellen Bike nicht getankt und bezahlt. Hier schon. Da Du einfach nur absteckst, Zahlung wird automatisch abgebucht. Brauchst keine Handschuhe ausziehen, keinen Helm im Kassenbereich abnehmen, kein Geldbeutel rauskramen, Dich nachher nicht wieder umständlich anziehen usw. usw. Hinfahren, einstecken, in der Zwischenzeit pinkeln oder nen Müsli-Riegel essen, abstöpseln - weiterfahren. Fertig. Kein oder kein relevanter Zeitunterschied zum normalen Tanken.
Es gibt zudem das Motorrad mit 2 unterschiedlichen Akku-Paketen. Die 600km sind theoretisch mit dem großen Paket möglich. Welches die Tester gefahren haben - keine Ahnung. Meine Erfahrung mit E-Fahrzeug (fahre seit 4 1/2 Jahren ein Model Y) sieht so aus:
-Reichweite WLTP 517km, effektiv ca. 450 im Sommer, 400 im Winter (0°, selbst ausprobiert). ABER: Trete ich aufs Strompedal, wirds deutlich weniger, speziell auf der Autobahn
-Lademöglichkeiten sind NULL Problem, es gibt in ganz Europa keine Strecke wie von Dir im ursprünglichen Posting angenommen, wo auf 300km keine Ladesäule ist. Falls doch, bitte nenn mir die Strecke und ich beweise Dir gerne das Gegenteil...
-selbst WENN dem so wäre, kannst Du jedes E-Fahrzeug an jeder normalen Haushaltssteckdose laden. Ja, dauert, geht aber. Zeig mir die Tankstelle in jedem Haushalt...
Diese ganze Diskussion gegen E-Fahrzeuge ist zu 99% Propaganda von Lobbyisten-Vereinigungen (Mineralöl-Industrie, Auto-Industrie usw. usw. ), die in der Realität vollständig widerlegt wurde. Einfach mal "Vorurteile E-Mobilität" googlen und lesen...
Zudem: welches konventionelle Motorrad zeigt Dir auf den einstelligen Prozent-Bereich genau an, welchen Inhalt der Tank hat? Keines. E-Motorräder können das problemlos. Es gibt zig Apps (u.a. ABRP), die je nach Fahrzeug die optimale Strecke mit Ladestops etc. berechnen - alles kein Hexenwerk mehr, selbst wenn es das u.U. eingebaute Navi nicht könnte...
Würde mir wünschen, wir Deutschen würden mehr in Lösungen denken als in Problemen. Aber das ist ein generelles Thema denke ich. Wir sind ja auch der Meinung, dass wir Gas aus Rußland oder Amerika bräuchten, um Strom zu produzieren. Wir sind schließlich auch der Meinung, jedes Jahr zwischen 70 und 80Mrd. für Öl und Gas Einkäufe auszugeben wäre sinnvoller als mal 10 Jahre jeweils ca. 10 Mrd. in unsere vollständige Unabhängigkeit von endlichen Energie-Quellen hin zu autarken, regenerativen Energien. Tja - da sind elektrische Motorräder natürlich auch alles Teufelszeug, verständlich.