Ausrückhebel zum 2.

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Moderator: Jürgen W.

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Sigi
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Re: Ausrückhebel zum 2.

Beitrag von Sigi »

hallo Piet,

hast ja recht, ein reisender Zug hat meist andere Gründe.

Gruß
Sigi
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Sigi
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Re: Ausrückhebel zum 2.

Beitrag von Sigi »

genau :lol:

ist sie zu stark, bist du zu schwach :lol:

Gruß
Sigi
1000er
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Re: Ausrückhebel zum 2.

Beitrag von 1000er »

Liebe Freunde,
da habe ich ja zeimlich was ins Rollen gebracht. Vielen Dank für die zahlreichen Vorschläge. Aber so wie es Aussieht wird der "Schweizer Umbau" ein Mysterium bleiben.

Hätte mich einfach zu sehr interessiert wie das gemacht war. Ich werde auf alle Fälle mal an meinen Berechnungen dranbleiben und sobald ich was greifbares habe an euch weitergeben.

Nun noch ein kleiner Exkurs in die Werkstoffkunde:

Meines Wissens muss bei der Materialauswahl die Maximalbelastung immer deutlich (sog. Sicherheitsfaktor) unter der Dehngrenze liegen. Darüber beginnt die bleibende plastische Verformung und später kommt es zum Bruch des Teils.

Das ärgerliche an der ganzen Sache ist, das die Kraftspitzen eigentlich nur an einer klitzekleinen Stelle auftreten die ich beim besten Willen nicht beseitigen kann. Sonst könnte das Teil gut aus Stahl 50 od. 60 hergestellt werden.

Wünsche ein gesegnetes Wochenende

Florian
rainer
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Re: Ausrückhebel zum 2.

Beitrag von rainer »

Sieht dann so aus......

www.upload.laverda-register.de/Hebel_Mann.jpg

oder so

www.upload.laverda-register.de/Hebel_Mann-Frau.jpg

oder so

www.upload.laverda-register.de/Hebel_eigenbroedel.jpg

Ehrlich gesagt versteh ich die Diskussion nicht so ganz.

In der Werbung aus den 70ern heisst es E I N D E U T I G:
Ein Motorrad für RICHTIGE MÄNNER !!!!

Also, noch is Zeit fürn dicken linken Unterarm :-)

Und eine Anmerkung sei erlaubt:
Auch ein Kupplungszug muss nicht reissen .

Es sei denn, der Unterarm ist zu dick geworden.

---------------------------------------------------------
Ich hab das mit den 6 verstärkten Federn auch hinter mir,
nach gaaanz kurzer Zeit aber 3 Federn wieder rausgeschmissen.
In der großen Stadt einfach nicht machbar.

Gruß
Rainer
1000er
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Re: Ausrückhebel zum 2.

Beitrag von 1000er »

Hallo Rainer,

du hast schon recht wir waren gewarnt davor!!

Bis dann der Frühling endlich ins Land zieht bleibt auch noch genung Zeit zum Federn drücken. :D

Ich denke ich bin auch noch Mann's genug das Ding zu bändigen. Nur wurde ich nie den Gedanken los, dass das nicht der Weisheit letzter Schluss ist.

Gruss

Florian
Olaf
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Re: Ausrückhebel zum 2.

Beitrag von Olaf »

Hallo „Kupplungshebelsuchende“ ;-)
Bin gerade beim Stöbern auf diesen "alten" Beitrag gestossen.
Habe vor 5 Jahren den Umbau mit dem kurzen Hebel gemacht. Die Zeichnung hab’ ich damals von Urs bekommen (glaub’ ich jedenfalls). ;-)
Hebel ungefähr nach Vorlage aus C60-Stahl hergestellt, in Öl gehärtet u. mit ca. 200°C angelassen (hat dann ca. 53HRC). Verrichtet nun seit über 4 Jahren (u. ca. 6000km) klaglos seinen Dienst. Die Bedienkräfte sind um einiges geringer gegenüber dem Originalhebel u. geringen Verschleiß konnte ich bisher nur an 2 Stellen feststellen: die Bohrung ist um ca. 0,1mm oval geworden u. eine kleine Druckstelle ist dort, wo der Hebel auf die Stange drückt.
Denke mal, dass der Hebel nach ca. 20000km „fertig“ ist.
Würde den Umbau jederzeit wieder machen, dann jedoch mit einem etwas „höherwertigeren“ Stahl (C80 od. C105) – dann dürfte für immer Ruhe sein.
Die Idee mit dem Gabelschlüssel ist natürlich auch nicht schlecht – aber da hat man den Nachteil, dass das Ausgangsmaterial schon recht hart ist u. sich dementsprechend relativ schlecht bearbeiten/bohren lässt.
Triplegruss, Olaf
rainer
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Re: Ausrückhebel zum 2.

Beitrag von rainer »

Hallo Olaf

und wo ist jetzt die Zeichnung??
Wär nett, wenn Du die irgendwie zur Verfügung
stellen könntest/ würdest.

Gruß aus Berlin,

Rainer
Olaf
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Re: Ausrückhebel zum 2.

Beitrag von Olaf »

Hmmmm - da muß ich dieses Wochenende mal in meinem (Daten-)Archiv kramen.
Ich hoffe, daß die beim letzten Festplattencrash :( nicht dabei war.

Gruß aus LA
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Laverdalothar
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Re: Ausrückhebel zum 2.

Beitrag von Laverdalothar »

bei einem entsprechenden Interesse könnte man ein paar nach Vorlage/Zeichnung aus entsprechendem Material lasern lassen. Erfahrungsgemäß kostet sowas - Veredelungs-Prozesse mal außen vor - so um die 10 - 20€ pro Hebel (abhängig von der Menge, Material und Machart).

Wenn man dann zur Sicherheit 2 kauft, hat man auf jeden Fall für 40.000Km ungefähr Ruhe/leichtere Kupplung - reicht bis zur Rente... :-) Wenn einer ne Zeichnung machen kann in DWG-Format, würde ich die Anfrage zur Not übernehmen, falls keiner bessere Konditionen hat bzw. die Dinger selber machen könnte...

Machen wir mal wieder eine Liste auf:

Lothar - 2 x
LG

Lothar

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Gerald
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Re: Ausrückhebel zum 2.

Beitrag von Gerald »

Laverdalothar hat geschrieben:bei einem entsprechenden Interesse könnte man ein paar nach Vorlage/Zeichnung aus entsprechendem Material lasern lassen. Erfahrungsgemäß kostet sowas - Veredelungs-Prozesse mal außen vor - so um die 10 - 20€ pro Hebel (abhängig von der Menge, Material und Machart).

Wenn man dann zur Sicherheit 2 kauft, hat man auf jeden Fall für 40.000Km ungefähr Ruhe/leichtere Kupplung - reicht bis zur Rente... :-) Wenn einer ne Zeichnung machen kann in DWG-Format, würde ich die Anfrage zur Not übernehmen, falls keiner bessere Konditionen hat bzw. die Dinger selber machen könnte...

Machen wir mal wieder eine Liste auf:

Lothar - 2 x
Gerald - 1 x
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Laverdalothar
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Re: Ausrückhebel zum 2.

Beitrag von Laverdalothar »

Olaf hat geschrieben:Hmmmm - da muß ich dieses Wochenende mal in meinem (Daten-)Archiv kramen.
Ich hoffe, daß die beim letzten Festplattencrash :( nicht dabei war.

Gruß aus LA
Na - dann einfach den aktuellen Hebel ausbauen und mit nem spitzen Bleistift "umreißen", Meßschieber und vermessen - gaaaanz einfach... :-)
LG

Lothar

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Siggi
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Re: Ausrückhebel zum 2.

Beitrag von Siggi »

1000er hat geschrieben:
Nun noch ein kleiner Exkurs in die Werkstoffkunde:

Meines Wissens muss bei der Materialauswahl die Maximalbelastung immer deutlich (sog. Sicherheitsfaktor) unter der Dehngrenze liegen. Darüber beginnt die bleibende plastische Verformung und später kommt es zum Bruch des Teils.

Das ärgerliche an der ganzen Sache ist, das die Kraftspitzen eigentlich nur an einer klitzekleinen Stelle auftreten die ich beim besten Willen nicht beseitigen kann. Sonst könnte das Teil gut aus Stahl 50 od. 60 hergestellt werden.


Florian

Hallo Florian,
das würde ich so nicht stehen lassen. Bei Bauteilen mit eng begrenzten Spannungsspitzen kann man von der sog. Stützwirkung Kredit nehmen unter der Voraussetzung, dass kein sprödes Material vorliegt (St 50 macht da kein Problem). Es gibt dann bei der 1. Belastung eine lokale plastische Zone, die, wenn die Belastung wieder weg ist, Eigenspannungen mit dem umgekehrten Vorzeichen hat (fließen unter Zugspannung ergibt Druckeigenspannung)
Eine derartige Auslegung ist üblich, sonst wären viele Teile mörderdick und schwer.
Viele Grüße
Siggi
1000er
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Re: Ausrückhebel zum 2.

Beitrag von 1000er »

Hallo Olaf, Siggi und alle Freunde der Inschinöörskunst

Vielen Dank für Siggi's Hinweis bezüglich Stützwirkung, die ich allerdings bei meiner Konstruktion nicht berücksichtigt habe. :oops:

Wäre toll wenn Olaf die Skizzen noch findet um zu sehen wie das in der Praxis ausgesehen hat.

Nun zu meiner Entwicklung die aus verschiedenen Gründen lange Zeit nur sehr schleppend vorangekommen ist.

Wenn alles gut läuft sollten nächste Woche 5 Stück spez. Hebel geliefert werden. Kleinere Umlenkrollen aus ETG100 habe ich schon vor Monaten hergestellt. Und wenn sich vor meinem Urlaub ab mitte März noch ein Originalhalter abändern lässt, rückt der Tag der Wahrheit immer näher.

Auf dem Computer hat alles bestens funktioniert und schlimmer als die Orginooolteile kann es kaum werden.

Melde mich sobald ich mehr weiss.


Schönes Wochenende

Florian
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