Regler für eine 76er 1000er

Das Forum für technische Fragen und Antworten rund um Laverda!

Moderator: Jürgen W.

Benutzeravatar
Laverdalothar
2-Step
Beiträge: 12242
Registriert: 19.05.2007, 20:03
Wohnort: Bergisch Gladbach

Re: Regler für eine 76er 1000er

Beitrag von Laverdalothar »

Keine Ahnung. Ich bin mir nicht sicher, in wie weit ein solcher Eingriff den Wert Deiner Maschine ins bodenlose fallen lassen würde, aber ich würde schlicht die Gleichrichter rausschmeißen und einen vernünftigen modernen Regler einbauen, der auch gleichrichtet. Problem gelöst, wenn es wirklich daran liegt. Original ist Dein Kabelbaum ja eh nicht mehr, da DMC verbaut... :wink:
LG

Lothar

Betreiber eines Altenpflegeheims für italienische (und zeitweise auch deutsche) Klassiker
Carlos
2-Step
Beiträge: 304
Registriert: 01.06.2007, 14:36

Re: Regler für eine 76er 1000er

Beitrag von Carlos »

Meine 12er (Bosch) läuft seit Jahr und Tag mit DMC-II mit dem simplen Gleichrichter und ner 14V Zenerdiode (aus anglophilen optischen Gründen wg. dem Lucas-Kühlkörper) ohne probs.

C++
Benutzeravatar
skywalker-66
2-Step
Beiträge: 226
Registriert: 21.10.2009, 12:47
Wohnort: Bad Wildungen

Re: Regler für eine 76er 1000er

Beitrag von skywalker-66 »

Hallo Laverdisti,

tja ein bekanntes Problem, bei den Italienern wunderschön und Kabelbrand im Herzschrittmacher.....

Hier habe Wir seit längerem eine Diskusion im Cagiva Elefant Forum (Alex Fischer)laufen!

-Lima Regler- das Thema da könnt ihr mal lesen was dieses Teil einem für Aufgaben gibt. Aber das ist nicht genug, da der Regler nicht leicht zu prüfen ist und alle diesen erstmal in Verdacht haben, verliert man etwas aus dem Auge.

Die Verkabelung,
nach mehr als 10Jahren oxidiern die Kontakte durch schlampig verbundene Kabel, gibt es Verluste( Widerstände) ebenso durch Oxidation.

Ich empfehle ein Buch von Hans Hohmann- Motorrad Eletrik in der Praxis-
ISBN 978-3-7688-5258-6 Preis 16,90 zB. bei Louis

In diesem Buch ist These, das die Verkabelung oft der Übeltäter ist.
Die Querschnitte sind zu klein gewählt vom Hersteller. ( Gewicht + Kosten)
Die Steckverbindungen müssen verlötet sein und mit Kupferpaste gegen Feuchte geschützt. Der Regler sollte nahe an der Batterie sitzen und mit entsprechend dicken Kabeln angeschlossen sein, usw.
Schaut euch das mal an.

Dann gibt es noch eine Fa. Motek aus Bielefeld die haben div. Lösungen zu Hand. Kann ich empfehlen. ( Ohne Finanz.-Interesse, einfach Gut)

Gruß Skywalker-66 (Peter)
Bin wieder da, Laverda treu geblieben!
Benutzeravatar
piet
2-Step
Beiträge: 1202
Registriert: 27.05.2007, 08:24
Wohnort: Hennef

Re: Regler für eine 76er 1000er

Beitrag von piet »

skywalker-66 hat geschrieben: In diesem Buch ist These, das die Verkabelung oft der Übeltäter ist.
Die Querschnitte sind zu klein gewählt vom Hersteller. ( Gewicht + Kosten)
Die Steckverbindungen müssen verlötet sein und mit Kupferpaste gegen Feuchte geschützt. Der Regler sollte nahe an der Batterie sitzen und mit entsprechend dicken Kabeln angeschlossen sein, usw.


Tut mir leid, aber das ist gequirlte Kacke.... viel Spass beim zusammenflicken am Strassenrand!! :lol:

Das mag an einem Fahrzeug funktionieren dass KOMPLETT von Vibrationen frei ist, und damit meine ich nicht nur Motorvibrationen sondern auch die, die durch den Fahrzustand hevorgerufen werden! Im Fahrzeugbau wirst du NIRGENDS gelötete Elektroverbindungen finden(ausser auf den diversen Elektronik Platinen selber), just aus diesm Grund. Zusätzlich sind gelötete Verbindungen problematisch wegen Flussmittelreste die das Kupfer der Leitungen auf Dauer schädigen können wenn sie nicht restlos entfernt werden.

Es ist durchaus richtig dass der 30+ Jahre alte Kabelstrang sehr viel Einfluss haben kann, aber mit ein wenig Pflege an den Steckern und Anschlüssen kann man aber die Verluste in engen Grenzen halten. Die Leitungen verschlechtern sich erst wenn hohe Übergangswiderstände auftreten, hält man die Übergangswiderstände gering, hält auch der Rest länger....

piet
Ich leide nicht unter meinen Wahnsinn, ich geniesse jeden Moment!
Corn
2-Step
Beiträge: 430
Registriert: 25.05.2007, 21:24
Wohnort: Berlin

Re: Regler für eine 76er 1000er

Beitrag von Corn »

>>Im Fahrzeugbau wirst du NIRGENDS gelötete Elektroverbindungen finden

da muss ich Piet beipflichten, vorallem führen die Lötverbindungen auch zu Kabelbrüchen, da das Kabel nicht mehr flexibel ist.
(Bin zur Zeit in der Kabelbaumentwicklung für einen großen Autohersteller in Niedersachsen involviert, und ich sage Euch da wird gar nichts gelötet)

Corn
Benutzeravatar
Gerald
2-Step
Beiträge: 1105
Registriert: 18.05.2007, 21:34

Re: Regler für eine 76er 1000er

Beitrag von Gerald »

Peter,

Das Buch wird wahrscheinlich ein recht alter Ratgeber sein, geschrieben zu einer Zeit als man es nicht besser wusste! Bei alten Mercedes waren die Verbindungen gelötet und im Laufe der Zeit entstanden genau die Probleme die Piet erwähnt hat. Mit gutem Presswerkzeug (nicht der Billigschrott aus dem Baumarkt) und qualitativ hochwertigen Steckern funktioniert das dauerhaft.

Gruss
Gerald
Benutzeravatar
Jörg SF1
2-Step
Beiträge: 3409
Registriert: 18.05.2007, 17:24
Wohnort: 53225 Bonn

Re: Regler für eine 76er 1000er

Beitrag von Jörg SF1 »

Gerald hat geschrieben:Peter,

Das Buch wird wahrscheinlich ein recht alter Ratgeber sein, geschrieben zu einer Zeit als man es nicht besser wusste! Bei alten Mercedes waren die Verbindungen gelötet und im Laufe der Zeit entstanden genau die Probleme die Piet erwähnt hat. Mit gutem Presswerkzeug (nicht der Billigschrott aus dem Baumarkt) und qualitativ hochwertigen Steckern funktioniert das dauerhaft.

Gruss
Gerald
Also bei meinem /8 und auch bei dem W116 den ich hatte war schon nix mehr gelötet.Der einzigste der hier und da mal einen gelötet hat war der Fahrer :lol:
M.do.G.
Jörg

Geschwindigkeit ist die Summe aus viel Gas und wenig Bremse.:-)
Goldene Regel beim Motorradfahren: Erst anhalten, dann absteigen
Carlos
2-Step
Beiträge: 304
Registriert: 01.06.2007, 14:36

Re: Regler für eine 76er 1000er

Beitrag von Carlos »

Sorry, diese High-Tech Stecker (bsp. AMP) sind für Hobby-schrauber der letzte Scheiss:

Man brauch die korrekten teuren High-Tech Crimpzangen. Ja, weil die ach so tollen Schrauber die diese Stecker hochgelobt hatten zur Genüge selbst nicht in der Lage waren, saubere und vibrationsstabile Steckverbindungen zu liefern. Repariert werden kann sowas auch nicht ordentlich, ohne besagte Zangen, max. behelfsmässig.

Löten, tja, wie oben beschrieben nur oberflächlich gut, langfristig bedenklich. Bisher hatte ich noch keine Probleme, habe Löten lassen, Kabel ist auch ordentlich fixiert, mal sehen.

Die ältesten Kabelbäume, die heute noch funktionieren, haben wenig Verbindungen/Kontakte, sind durch Stoffummantelte Schläuche gezogen und sind über eine alte hochwertige Klemmleiste verteilt. Altertümlich? Absolut, hält lange und ist sehr leicht zu warten.

Ich denke die Lösung liegt dazwischen. So richtig gefunden hab ich sie aber auch noch nicht. Da halte ich's lieber mit Piet's Aussagen. Original Stecker/Kontakte pflegen, ggfs. gegen Gleichwertige austauschen.
Benutzeravatar
Gerald
2-Step
Beiträge: 1105
Registriert: 18.05.2007, 21:34

Re: Regler für eine 76er 1000er

Beitrag von Gerald »

Ahh, da sind wir wieder genau im Fahrwasser :P

@Jörg: ich meinte da eher die ganz alten Kisten wie Nachkriegsbenz und frühe Ponton, da wurden die Kabel noch gelötet. Evtl. auch bei den frühen Flossen.

Von AMP Steckern hab ich nie geredet, ist an keinem meiner Moppeds je verbaut gewesen und wird es auch nie! Bin wahrscheinlich zu dooof um mit über 26 Jahren Berufserfahrung in Fernmeldetechnik und Nachrichtentechnik eine saubere Verbindung herzustellen. Zu dumm das meine Laverda seit ewigen Zeiten ohne elektrische Panne läuft!!

Why the fuck am I wasting my time here!

Gerald
Benutzeravatar
piet
2-Step
Beiträge: 1202
Registriert: 27.05.2007, 08:24
Wohnort: Hennef

Re: Regler für eine 76er 1000er

Beitrag von piet »

Carlos,

Ich schwöre auf AMP Stecker, gibt nix besseres..... sind für unsere Anwendungen schon technischer Overkill, da wir nicht mit Hochspannung arbeiten, kann ruhig mal Feuchtigkeit ran! Einziger Nachteil der AMP ist die Grösse, etwas kleiner hätte es auch getan.

piet
Ich leide nicht unter meinen Wahnsinn, ich geniesse jeden Moment!
Benutzeravatar
Laverdalothar
2-Step
Beiträge: 12242
Registriert: 19.05.2007, 20:03
Wohnort: Bergisch Gladbach

Re: Regler für eine 76er 1000er

Beitrag von Laverdalothar »

Es gibt gute Krimper-Zangen auch schon für 30 - 40€. Die tuns allemal für meinen Bedarf und ich hab damit auch schon diverse AMP-Stecker verbaut, kein Problem. Wenn man mal diese "Fischertechnik" verstanden hat, ist es schon ein geiles System. Am Wochenende auf dem Italo-Frühstück war ein Händler für die AMP und diverse andere Stecker vor Ort. AMP endet ja bei 6 Kabeln pro Stecker. Der hatte aber auch noch kleinere, würfelförmige Stecker von Deutsch oder Deutz oder so ähnlich. Die gingen bis 12 Kabel hoch - nicht so schlecht... Der empfahl zwar auch seine Krimper-Zange für 300€, aber wie gesagt: ich hab noch keine Krimpung versaut bis jetzt mit meiner von ELV für 29,95...

An der Jota sind überall AMP-Stecker dran (OCT sei Dank) und hier hat es elektrisch noch nicht ein einziges Problem gegeben.
LG

Lothar

Betreiber eines Altenpflegeheims für italienische (und zeitweise auch deutsche) Klassiker
Benutzeravatar
skywalker-66
2-Step
Beiträge: 226
Registriert: 21.10.2009, 12:47
Wohnort: Bad Wildungen

Re: Regler für eine 76er 1000er

Beitrag von skywalker-66 »

Aaaha! Interessant

Kabel Verbindungen und Kabelqualität ist ein Thema.
Der Regler ist nicht immer Schuld, drum prüfe deine Kabel.
Und Löten war oder ist gedacht für eine bessere Verbindung, mit weniger Wiederstand. Das Lot sollte natürlich mit verträglichen Flussmittel sein, also Lot für Elektronik Lötungen.
Und Kupferpaste zur Kantakt pflege......

Manchmal ist weniger mehr.....

Danke für euer Feedback.

Ich wollt gerade meine im Spritzwasserbereich sitzenden Kabelklemmen löten und mit Kupferpaste salben, mit Schrupfschläuchen überziehen und abdichten.

Klar zum Tauchen wird nass hier, in Germany

Gruß Skywalker-66
Bin wieder da, Laverda treu geblieben!
Antworten