Yerk - Durchfluss-Problem...

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Moderator: Jürgen W.

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Laverdalothar
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Yerk - Durchfluss-Problem...

Beitrag von Laverdalothar »

Moin Männers,

so - war gestern mal mit nem ordentlichen Lambda-Meßgerät (Breitband-Sonde und Aufzeichnung der Daten auf Chip) auf der Bahn. Läuft noch immer zu fett der Hobel, aber dann magerte er auf einmal schlagartig ab. Ein Blick runter zu den Schläuchen ergab: kein Spritt mehr! Hä? Der Tank war doch voll... OK - also mal den Tankdeckel aufgemacht, vieleicht ist es die Tankbeläuftung?!? Ne - auch bei vollständig geöffnetem Tankdeckel lief nicht ausreichend Spritt nach - trotz dass ich den Gashahn geschlossen hatte!!

Tank ist innen beschichtet und absolut rostfrei, Benzinhähne sind überholt und gesäubert. Tankbelüftung ist es auch nicht. Jemand ne Idee??
LG

Lothar

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Ernesto
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Re: Yerk - Durchfluss-Problem...

Beitrag von Ernesto »

Moin, Lothar.

Hast Du Benzinfilter verbaut?
Habe schon mal jemandem auf der Bahn geholfen, da war
das die Lösung. Waren dicht, von außen war aber kein
Dreck zu sehen.

Gruß, Ernesto
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Jörg SF1
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Re: Yerk - Durchfluss-Problem...

Beitrag von Jörg SF1 »

Moin Lothar,
dürfte ich den bitte mal erfahren um welchen Hobel es sich bei Deinen 25St. :lol: handelt?? Wo hing den Tester dran? An der Vespa Deiner Frau? Am Rasenmäher? An der Kettensäge oder an der Jura Kaffeemaschine?
Also mal ein bisschen mehr input und eine weinig deutlichere Beschreibung.
M.do.G.
Jörg

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Laverdalothar
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Re: Yerk - Durchfluss-Problem...

Beitrag von Laverdalothar »

@Ernesto: keine Benzinfilter verbaut, trotzdem danke für den Hinweis.

@Jörg: Neeeee - die Jota. Tester hängt am Sammler und am Zündkabel, kann also nix mit dem Durchfluss zu tun haben... :wink:

Noch jemand ne Idee?? Werde wohl mal entweder die Benzinhähne zerlegen/wechseln müssen oder - igitt - ne Benzinpumpe reinbauen... :cry:

Aber erst mal die simplen Dinge: Tank leeren, Benzinhähne tauschen - weiterschauen!
LG

Lothar

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Andre G
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Re: Yerk - Durchfluss-Problem...

Beitrag von Andre G »

Hi Lothar,
ich hatte in Spa mit den Mikunis ein ähnliches Problem und ich bin mir noch nicht sicher, ob ich es im Griff habe.
Die Mühle fing bei höhen Drehzahlen im 5ten an zu rucken und war in der Endgeschwindigkeit mehr als 10 km/h langsamer als mit den Dellortos.
Abmagerung könnte die Ursache sein.
Die Fallhöhe vom Tank zu den Vergasern ist sehr gering und es kann sein, dass nicht genug Sprit nachläuft.
Mit Uwe Witt habe ich mal überschlägig gerechnet und der Durchlauf durch die Benzinzuführung könnte grenzwertig sein.
Ich habe meine Benzinhähne aufgebohrt und das Ventil freigängig gemacht, Ok keine Reserve mehr, jetzt läuft ein halber Liter Sprit 10 sek schneller in den Messbecher, von ca. 50 sek auf 40 sek.
Mal anders gerechnet, du rast volle Pulle 220 Sachen, Verbrauch 20 L/100 Km=0,5L/2,5 Km und die legst Du in 41 sek zurück.
So richtig auf de sicheren Seite bist Du von der Spritversorgung nicht, ich hätte da gerne Faktor 2-3 an Sicherheit
Hab ich mich auch nicht verrechnet?
Liebe Grüße
Andre
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Laverdalothar
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Re: Yerk - Durchfluss-Problem...

Beitrag von Laverdalothar »

Hallo Andre,

jau - das hab ich mir inzwischen auch schon gesagt dass ich da wohl die Benzinhähne mal überarbeiten muss. Hätte ich nie gedacht, weil doch die beiden Benzinhähne den Tank bei mir (18 Liter ca. ) in weniger als einer halben Stunde leeren meine ich - oder? Werde ich morgen mal messen...

Hab noch neue Benzinhähne mit geradem Auslass da. Eventuell gehen die besser...? Aber auch da müsste erst mal denke ich der Durchfluss verbessert werden... oder halt doch eine "Inline Benzinpumpe". Aber irgendwie scheu ich mich davor, weiß auch nicht warum...
LG

Lothar

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Re: Yerk - Durchfluss-Problem...

Beitrag von h.c.maurer »

Dasselbe Problem hat meine LeMans auch! Benzinhähne und Vergaser snd ja quasi gleich. Kam Ende der letzten Saison einfach so aus dem Nichts. Vergaser samt Sieben gereinigt - nichts. Benzinhähne mit den aufgeschraubten Sieben im Tank gereinigt - nichts.
Hatte dann wegen des Wetters nicht ehr weiter gesucht und mich mit mir selbst auf entweder einen zu niedrigen Schwimmerstand oder doch ein Zündungsproblem geeinigt. Wäre da für eine Lösung dankbar. Ich bin ja leider noch bis Mitte Mai in Shanghai und muß dann zumindest irgendeinen Bock fürs Forumstreffen zum Laufen bringen.
Gruß H.-C.
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Laverdalothar
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Re: Yerk - Durchfluss-Problem...

Beitrag von Laverdalothar »

So - jetzt hab ich mal die Benzinhähne leicht überarbeitet und komme auf links 48 Sec für 0,5 Liter und rechts auf 52 Sec für 0,5 Liter. Im Schnitt also 50 Sekunden für einen Liter Spritt. Das macht 1,2 Liter pro Minute oder 72 Liter Pro Stunde wenn ich es richtig Rechne. Da müsste der Kübel schon 33 Liter verbrauchen, damit ich in einen Engpass laufe - oder?

Zusätzlich hab ich von einem Y-Stück auf ein T-Stück gewechselt beim Anschluss der 2 Leitungen an die eine Versorgungs-Leitung der Versager, was auch vom Durchfluss besser sein dürfte, da das T-Stück erheblich größeren Durchmesser hat. Zusätzlich hab ich die Schlauchführung verändert: Vorher gingen sie vom Benzinhahn runter bis unterhalb der Vergaser und dann in einer Schleife wieder hoch in die Vergaser. Jetzt laufen sie direkt vom Benzinhahn runter in das nach oben gedrehte Anschlußstück der Vergaser-Batterie. Nach dem Prinzip der korrespondierenden Röhren dürfte zwar die erste Lösung auch keinen Nachteil bringen, aber wer weiß... Ich werde berichten...

Werde nachher noch mal auf die Bahn gehen :wink:
LG

Lothar

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Peter M.
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Re: Yerk - Durchfluss-Problem...

Beitrag von Peter M. »

Hallo Lothar,

kurze Anmerkung von mir.

Die Japanischen Vergaser haben in der Regel nur einen gemeinsamen Anschluß für alle Vergaser. Bei den Dellortos hingegen haben alle eine eigene Versorgung. Sollte der Kraftstoffkanal in der Batterie nicht den benötigten Durchsatz haben, kannst du die Benzinhähne so groß machen wie du willst. Es geht halt nicht mehr durch. Bei den RS-Vergasern hat der Kanal höchstens 4mm.

Vielleicht solltest du mal messen wieviel Liter/Zeit am entferntesten Vergaser ankommen.

Wahrscheinlich hast du die Abmagerung am entferntesten Vergaser. Kannst du die Lambda-Werte je Zylinder messen?

Sollte das der Fall sein hilft nur Kraftstoffdruckerhöhung (bei Schwimmern nicht ganz unproblematisch), besser jedem Vergaser eine eigene Versorgung.

Teil mal deine Ergebnisse mit.

Gruß Peter
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Laverdalothar
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Re: Yerk - Durchfluss-Problem...

Beitrag von Laverdalothar »

Hi Peter,

danke für den Hinweis, aber mir laufen die Schläuche ZUM Vergaser leer, also ist hier schon ein Problem mit der Versorgung zu suchen. Wäre die Vergaser-Batterie der Flaschenhals, würde ja der Schlauch voll bleiben und die Vergaser leer laufen. Das ist aber nicht der Fall, es kam einfach kein Spritt durch den Benzinhahn. Selbst als ich die Schieber komplett geschlossen hatte, kam nichts mehr in den linken Schlauch. Erst als ich nach einigen Kilometern an der Ausfahrt stand (bis dahin nur Standgas...) hab ich die Luftblase aus dem Schlauch "rausmassieren" können...

Nach der Kur mit dem Bohrer füllen sich die Schläuche auf jeden Fall schon mal sehr viel schneller... :mrgreen: Alles weitere wird der morgige Tag zeigen.

Ach ja - vorhin hab ich bei der SFC mal die Werte genommen (Gerät zeigt in erster Linie die AFR an, also das Gemisch im Abgas). Eieiei... Kein Wunder das die Kiste 10 Liter braucht. Hab die Nadeln komplett runter gehängt und trotzdem liegt der Wert im fetten Bereich bei zwischen 8 und 11 (anstatt bei 13,2 - 13,7 wo er hingehört...). Werde wohl mal Zerstäuber und eventuell Nadel tauschen müssen... Hauptdüse scheint als einziges zu stimmen, da kriege ich Werte um 13,5 - 14,1 im Vollast-Bereich (sollte 13,7 sein). Mal sehen, was die Düsenkiste noch so her gibt... :roll:
LG

Lothar

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Jörg SF1
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Re: Yerk - Durchfluss-Problem...

Beitrag von Jörg SF1 »

Laverdalothar hat geschrieben: Ach ja - vorhin hab ich bei der SFC mal die Werte genommen (Gerät zeigt in erster Linie die AFR an, also das Gemisch im Abgas). Eieiei... Kein Wunder das die Kiste 10 Liter braucht. Hab die Nadeln komplett runter gehängt und trotzdem liegt der Wert im fetten Bereich bei zwischen 8 und 11 (anstatt bei 13,2 - 13,7 wo er hingehört...). Werde wohl mal Zerstäuber und eventuell Nadel tauschen müssen... Hauptdüse scheint als einziges zu stimmen, da kriege ich Werte um 13,5 - 14,1 im Vollast-Bereich (sollte 13,7 sein). Mal sehen, was die Düsenkiste noch so her gibt... :roll:
Also der Wert würde mich bei meiner auch mal interessieren. Ich verstehe nämlich einfach nicht warum die Enten auf Nachbars Teich sich jedesmal wenn ich starte und wegfahre auf den Rücken drehen und mit den Füßen nach oben schwimmen. :shock:
M.do.G.
Jörg

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Laverdalothar
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Re: Yerk - Durchfluss-Problem...

Beitrag von Laverdalothar »

Relativ sicher läuft Deine Maschine dann zu fett... :lol:
LG

Lothar

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Re: Yerk - Durchfluss-Problem...

Beitrag von Laverdalothar »

Laverdalothar hat geschrieben:Mal sehen, was die Düsenkiste noch so her gibt... :roll:
So - hab mal mit Topham beratschlagt. Also - für die Keihins gibt es wohl keine anderen Nadeldüsen, es gibt nur unterschiedliche Nadeln! Er hat mir 4 zur Auswahl empfohlen, die ich mal in ein Chart reingetippt habe, das ich mal von einer amerikanischen Seite runtergeladen habe (goiles tool!!! Excel Tabelle mit Makros und zig Tabellen für alle Keihin Vergaser. Man gibt die Nadeln, Düsen usw. in der ersten Zeile einer Tabelle ein, dann in der 2. und jeder weiteren die geplanten Veränderungen und schwup - zeigt eine Grafik, wo und um wieviel Prozent das Gemisch fetter oder magerer wird - wenn es sowas für Mikuni oder Dell'Orto gäbe... 8) ). Raus kam, das tatsächlich über die Nadel sich der komplette Bereich anpassen lässt und übrig blieben letztlich 2 Nadeltypen, die in Frage kommen. Wenn ich damit richtig liege, sind die Keihins wirklich mega einfach abzustimmen... (vorausgesetzt natürlich, man hat vernünftige Meßwerte, wo was daneben liegt...). :wink:

Mit der schwarzen war ich jetzt noch nicht wieder auf der Bahn. Da muss ich die Nadel noch mal eins runter hängen und weiterschauen. Hier hab ich noch 3 Kerben zur Auswahl und bin schon bei ca. 12,1 - 12,5, müsste also mit der Nadel machbar sein, ein gutes Ergebnis hinzubekommen. Werde weiter berichten falls von Interesse?!?
LG

Lothar

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Jörg SF1
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Re: Yerk - Durchfluss-Problem...

Beitrag von Jörg SF1 »

Laverdalothar hat geschrieben:
Laverdalothar hat geschrieben:Mal sehen, was die Düsenkiste noch so her gibt... :roll:
So - hab mal mit Topham beratschlagt. Also - für die Keihins gibt es wohl keine anderen Nadeldüsen, es gibt nur unterschiedliche Nadeln! Er hat mir 4 zur Auswahl empfohlen, die ich mal in ein Chart reingetippt habe, das ich mal von einer amerikanischen Seite runtergeladen habe (goiles tool!!! Excel Tabelle mit Makros und zig Tabellen für alle Keihin Vergaser. Man gibt die Nadeln, Düsen usw. in der ersten Zeile einer Tabelle ein, dann in der 2. und jeder weiteren die geplanten Veränderungen und schwup - zeigt eine Grafik, wo und um wieviel Prozent das Gemisch fetter oder magerer wird - wenn es sowas für Mikuni oder Dell'Orto gäbe... 8) ). Raus kam, das tatsächlich über die Nadel sich der komplette Bereich anpassen lässt und übrig blieben letztlich 2 Nadeltypen, die in Frage kommen. Wenn ich damit richtig liege, sind die Keihins wirklich mega einfach abzustimmen... (vorausgesetzt natürlich, man hat vernünftige Meßwerte, wo was daneben liegt...). :wink:

Mit der schwarzen war ich jetzt noch nicht wieder auf der Bahn. Da muss ich die Nadel noch mal eins runter hängen und weiterschauen. Hier hab ich noch 3 Kerben zur Auswahl und bin schon bei ca. 12,1 - 12,5, müsste also mit der Nadel machbar sein, ein gutes Ergebnis hinzubekommen. Werde weiter berichten falls von Interesse?!?
Hört sich gut und einfach an. Aber Du weisst ja Theorie und Praxis!!!!!
Theorie ist wenn man alles weiss und nichts klappt. Praxis wenn alles klappt und keiner weiss warum :lol:
M.do.G.
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