Sigi hat geschrieben:
den größten Nachteil an dieser und auch zum Teil an Piets Lösung
sehe ich, dass immer noch die hohe Zugbelastung auf dem Bowdenzug liegt,
der reisst dann natürlich immer wenn man grad am entferntesten Punkt von Zuhause auf der Tour ist
Aber dem kann man entgegenwirken, Sigi. Und, es stimmt nur zum Teil....
Eine höhere Belastung am Zug entsteht nur mit Härtere Federn. Die sagenumwobenen SFC Kupplungsfedern sind meist nur eine Kur für Symptome die nicht verstanden wurden. Korrekt verlegte Kupplungszüge in einer wirklich gute Qualität sind auch recht selten. Und dann sind noch die schlecht geschmierten und ausgeleierten Kupplungshebel die ich schon gesehen habe......
Ich habe nie die Notwendigkeit der SFC Federn gesehen, selbst in einer SFC nicht. Eher eine Vorsichtsmassnahme im Renneinsatz, für den Strassengebrauch absolut überflüssig, m.M.n! Wie hoch ist der Mehraufwand am Hebel, 30-40%? Kann ja kein Zug auf Dauer aushalten, ein Unterarm erst recht nicht :D .
Seit Jahren benutze ich selbstgebaute Züge bzw in der 3C ist ein K-zug der XJ650 yammelhammel (Bevor ihr jetzt alle zum Yamaha Dealer rennt, dieser passt nicht in der OE Armatur!). Der jetziger hält schon ca. 18 Jahre, den vorherigen habe ich nur getauscht weil die äussere Hülle beschädigt wurde.
Das grösste Problem jedoch, stellt der weitverbreitete Tomaselli Kupplungshebel dar. Die Laverda Kupplung wurde entworfen um mit den frühen Verlicchi Hebeln zu arbeiten. Die frühen GT und S weisen deutlich geringere Hebelkräfte auf als die späteren, erst mit Lucas, dann mit Tomaselli ausgerüsteten SF1/2/3, 3C usw.....(vobei die Lucas noch geringfügig besser abschneiden als die Tomaselli). Da die Betätigungen am Getriebe und die K-federn immer gleich waren, kann die unterschiedliche Hebelkraft nur durch unterschiedliche Hebelübersetzungen am K-hebel zustande kommen. Und wenn man sich die Mühe macht nachzumessen, stellt man fest dass die späteren Hebel ungünstigere Übersetzungen bieten. Es sind zwar immer nur ein paar millimeter, aber die geben leider den Ausschlag!
Da meine GTL zumindest optisch original bleiben sollte, habe ich mich für die "Übersetzungskiste" entschieden. Bei der 3C war's einfacher, unten tut's ein verlängerter Hebel, oben ein Gixxer teil, dazwischen der Yamaha Zug. Wat ein Glück das die RGS Hydraulic hat.....
piet